Gera (mm) Die Panndorfhalle in Gera wurde am heutigen Sonntag zum Schauplatz für Spitzenfußball und große Emotionen. Die sechs besten Teams der A-Junioren kämpften um den Titel im Futsal des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV). Der Sieger sicherte sich neben dem Titel auch das Ticket zu den Deutschen Futsal-Meisterschaften des DFB.
Aus dem Kreisfachverband Fußball Altmark-Ost konnte sich die A-Jugend des 1. FC Lok Stendal für die NOFV-Meisterschaften qualifizieren. Das Team von Trainer Toralf Meier holte sich am 25. Januar 2026 in Förderstedt den Landesmeistertitel vor dem VfB Germania Halberstadt und dem SV Fortuna Magdeburg.
Der 1. FC Lok Stendal startete in der Gruppe A mit beeindruckender Souveränität. Nachdem der Rostocker FC sein Auftaktmatch gegen die thüringischen der SG SV Borsch knapp mit 2:1 gewonnen hatte, folgte das erste große Ausrufezeichen der Stendaler. Sie deklassierten die Rostocker im direkten Duell deutlich mit 5:1, wobei sich die Tore auf gleich fünf Torschützen verteilten: Jakob Ziekau, Elias Wolff, Samed Amiti, Louis Lauck und Johannes Lagemann.
Auch in ihrem zweiten Spiel ließen die Stendaler nichts anbrennen und bezwangen die SG SV Borsch mit 2:1. Damit zogen sie als Gruppensieger mit sechs Punkten und einem Torverhältnis von 7:2 ins Halbfinale ein, Rostock folgte ihnen als Zweiter. Für Borsch war das Turnier hingegen nach der Vorrunde beendet. Die Torschützen für Stendal im zweiten Spiel waren Elias Wolff und Louis Lauck.
In der Gruppe B trafen der SV Empor Berlin, der BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow aus Brandenburg und der sächsische Landesmeister FC Eilenburg aufeinander. Eilenburg sicherte sich mit vier Punkten den Gruppensieg, während Blankenfelde-Mahlow mit zwei Unentschieden als Tabellenzweiter ebenfalls den Sprung in die nächste Runde schaffte.
Im ersten Halbfinale traf der bis dahin ungeschlagene 1. FC Lok Stendal auf den BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow. Die Begegnung endete 4:2 für die Stendaler, die damit als erste Mannschaft das Finalticket lösten. Für die Stendaler trafen Jakob Ziekau (zwei Tore), Gino Loock und Johannes Lagemann.
Im zweiten Halbfinale kam es zum Duell zwischen dem FC Eilenburg und dem Rostocker FC. Das Spiel endete 0:2, womit sich der Rostocker FC für die Niederlage gegen Stendal revanchieren konnte.
Der Höhepunkt des heutigen Sonntags war das große Finale, die Neuauflage des Gruppenspiels zwischen Stendal und Rostock. Die Vorzeichen schienen klar: Stendal hatte die Vorrunde dominiert und Rostock bereits einmal deutlich geschlagen. Doch im Futsal zählen vergangene Ergebnisse wenig, wenn die Uhr für die entscheidenden 15 Minuten abläuft.
Die Bilanz der Stendaler vor dem Finale war sehr beeindruckend. In allen vier Turnieren – Vorrunde, Zwischenrunde, Finalturnier im Landesmaßstab und NOFV-Endrundenturnier – wurden in insgesamt elf Spielen elf Siege erzielt.
Im Finale wirkte Rostock wie verwandelt, agierte defensiv kompakt und setzte Nadelstiche gegen die sachsen-anhaltinische Defensive. In einem packenden Krimi drehten die Rostocker das Spiel zu ihren Gunsten. Das Finale zwischen dem 1. FC Lok Stendal und dem Rostocker FC endete 1:3, für die Stendaler traf erneut Jakob Ziekau. Mit diesem Triumph krönte sich der Rostocker FC zum NOFV-Regionalmeister 2026 und darf nun zur Deutschen Meisterschaft nach Duisburg reisen.
„Wenn ich auf die Futsal-Saison 2025/26 zurückblicke, dann haben wir bei allen Futsalturnieren, ob beim FSA oder beim NOFV, nur ein Spiel verloren, und das war eben das Finale am Sonntag in Gera. Wenn ich die Auftritte der Mannschaft im Futsal und ihre Entwicklung in der Hallensaison betrachte, beginnend mit der Hallenkreismeisterschaft am 7. Dezember 2025 bis hin zum NOFV-Finale, dann bin ich damit sehr zufrieden. Zudem bin ich sehr angenehm überrascht, wie sich das Team in den letzten zwei Monaten so entwickelt hat. Das ganze Wochenende hat reibungslos funktioniert. Für den harten Kern der Spieler und Eltern, die sich teilweise seit 2014 kennen, war das Wochenende eine runde Sache“, so Toralf Meier.
Auch wenn es ganz knapp nicht für den Titel „NOFV-Meister” klappte, kann man stolz auf das Erreichte zurückblicken.
Bildquelle: NOFV/ privat









