Mia Wenslau – Ein Beispiel für weibliche Nachwuchsförderung

Stendal/Magdeburg/Gardelegen (mm). Eines der am häufigsten diskutierten Themen im Nachwuchsbereich ist die Talentförderung junger Fußballspieler. In Deutschland stützt sich die Talentförderung im Fußball vorwiegend auf zwei Säulen: 339 regionale DFB-Stützpunkte und 59 Nachwuchsleistungszentren (NLZ), in denen gezielt mit jungen Spielern gearbeitet wird. Diese Einrichtungen sind nach strengen Kriterien zertifiziert, die von der Infrastruktur über die Ausbildungsqualität bis hin zur Durchlässigkeit in den Profibereich reichen.

Auch in der Altmark gibt es viele talentierte Fußballer, beispielsweise Theo Haut, Theodor Baltzer, die Zwillinge Jannes und Jonas Flachsmeier oder Philian Bolduan. Doch wie sieht diese Talentförderung bei einer Fußballerin in der Altmark aus?

Ein Beispiel für ein solches Fußballtalent ist Mia Wenslau. Sie kam bereits in jungen Jahren über die Bambinis des Post SV Stendal mit dem Fußball in Kontakt. Ihr damaliger Trainer war Axel Junker. Das Fußballinteresse ist auch bei ihren Eltern, Stefanie Wenslau und Christoph Blasig, sehr ausgeprägt. Als großgewachsene Spielerin fand Mia schnell ihre Vorliebe für die Position der Torhüterin und machte ihren Gegenspielern das Toreschießen schwer.

Seit der F-Jugend wird die 11-Jährige von ihrer Mutter Stefanie Wenslau und Steven Woyte im Verein trainiert. Ab Sommer 2024 trainierte Mia für ein Jahr im Förderzentrum Nord des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt und des Kreisfachverbandes Fußball Altmark-Ost unter den in der Region bekannten Übungsleitern Jörn Schulz und Artem Sikulski.

Mia wurde aufgrund ihrer guten Leistungen, besonders bei Fußballturnieren, des Öfteren als beste Torhüterin oder Spielerin ausgezeichnet. Im Sommer machte sie den nächsten fußballerischen Schritt: Sie besitzt nun zusätzlich zum Spielrecht bei den Jungs des Post SV Stendal in der E1 auch ein Zweitspielrecht bei den D-Juniorinnen des 1. FC Magdeburg und nimmt dieses auch sehr rege in Anspruch – sei es beim Training in Magdeburg, bei Spielen oder Turnieren. Auch der DFB-Stützpunkt in Gardelegen ist auf Mia aufmerksam geworden. Hier zeigt Mia derzeit probeweise ihr Können mit dem Ziel, sich fest in den Stützpunktkader zu spielen. Ein hochwertig besetztes Trainerteam u. a. mit Mario Förster und Florian Scheinert bietet dort einmal in der Woche zusätzlich zum Vereinstraining eine individuelle Förderung für junge Talente an.

Der MDR hat nun Mia Wenslau einmal begleitet: Ein Team um Redakteurin Sabrina Bramowski war dazu für einen TV-Beitrag in Magdeburg und Stendal zu Gast. Die Ausstrahlung des Beitrags ist für den kommenden Samstag in der Sendung „Sachsen-Anhalt heute” ab 19 Uhr geplant.

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Bildquelle: KFV