Stendal (mm). Zum dritten Mal führte der Kreissportbund Stendal-Altmark im Schwarzen Adler in Stendal einen Sportlerball durch. Rund 200 Gäste aus verschiedenen Sportarten folgten dieser Einladung.
Im Rahmen des Sportlerballs verlieh der Kreissportbund drei „Glanzlichter des Sports”. In der Kategorie „Trainer” wurde der Leichtathletiktrainer Rolf Müller aus Havelberg ausgezeichnet, in der Kategorie „Ehrenamt” der langjährige Funktionär und Schiedsrichter im Tischtennis, Wolfgang Malgin aus Stendal.
Mit der Auszeichnung in der Kategorie „Sportler” wurde Dirk Grempler bedacht, der sowohl als aktiver Fußballer als auch später als Trainer auf eine sehr erfolgreiche Laufbahn zurückblicken kann.
Seine Anfänge im Fußball machte Dirk Grempler bei Motor Quedlinburg. Zwischen seinem fünften und 13. Lebensjahr wurde er von seinem Vater trainiert, der ihn fußballerisch stark geprägt hat. Mit 20 erfolgte ein Wechsel in die Bezirksliga zur SG Dynamo Eisleben. Mit der politischen Wende erfolgte 1990 ein Wechsel zum 1. FC Magdeburg, der zu diesem Zeitpunkt Tabellenführer der DDR-Oberliga war. In einem verregneten Trainingslager in Ilsenburg konnte der damals athletisch gut aufgestellte Grempler überzeugen und wechselte in der Winterpause der Saison 1989/90 nach Magdeburg. Sein erstes größeres Spiel im Trikot des 1. FC Magdeburg war das sehr bedeutende und gut besuchte Freundschaftsspiel am 6. Februar 1990 zwischen dem 1. FC Magdeburg und Eintracht Braunschweig. Das erste Pflichtspiel für die erste Mannschaft der Magdeburger bestritt Grempler als rechter Verteidiger am 23. Februar 1990, dem 14. Spieltag der Saison 1989/90, im Oberligapunktspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena (0:2). Er wurde bis zum Saisonende in elf weiteren Punktspielen eingesetzt.
In der Saison 1990/91 war Grempler mit 20 Einsätzen über die gesamte Saison Stammspieler des 1. FC Magdeburg. Da die Magdeburger die Qualifikation für die 2. Bundesliga verpasst hatten, spielte Grempler ab der Saison 1991/92 nur noch drittklassig in der Amateur-Oberliga Nordost. Hier absolvierte er bis zum Ende der Saison 1993/94 insgesamt 70 Punktspiele. Mit dem 1. FC Magdeburg bestritt er zwei Europapokalspiele: Am 02.10.1990 gewannen sie mit 1:0 gegen Rovaniemi PS in Finnland und am 07.11.1990 verloren sie mit 0:1 gegen Girondins Bordeaux in Frankreich. In Bordeaux stand er späteren Weltmeistern wie Bixente Lizarazu, Didier Deschamps und Christophe Dugarry gegenüber. Dies war das letzte Europapokalspiel des 1. FC Magdeburg bis heute. Im Juli 1994 verließ Grempler den 1. FC Magdeburg und schloss sich dem FSV Lok Altmark Stendal an, der sich im Gegensatz zu den Magdeburgern für die neue Regionalliga qualifiziert hatte. Bis zur Saison 2000/01 absolvierte Grempler in Stendal 188 Pflichtspiele als aktiver Fußballspieler. Unvergessen sind dabei die Pokalauftritte im DFB-Pokal der Saison 1995/96, die erst im Viertelfinale endeten.
Bis 2004 war er als Spielertrainer beim Osterburger FC aktiv, danach wurde er Trainer beim Landesligisten TuS Schwarz-Weiß Bismark, wo er in 15 Jahren bis 2019 zur Trainerlegende wurde. Bis heute ist er im Vorstand von TuS Schwarz-Weiß Bismark tätig.
Die sehr würdige Laudatio wurde am Abend von Mirko Völkel vorgetragen.
In dieser Laudatio hob Völkel unter anderem Gremplers Charakter hervor, der von „Teamgeist, Fairness, Demut und Respekt gegenüber Gegnern, Schiedsrichtern und Fans“ geprägt war.
„Seine Fähigkeit zur Anpassung – an neue Taktiken, neue Mitspieler, neue Rollen – hat ihn zu einem verlässlichen Anker für seine Teams gemacht. Er hat verstanden, dass Erfolg kein Zufall ist, sondern das Ergebnis harter Arbeit, kluger Entscheidungen und einer niemals aufgebenden Haltung“, so Völkel weiter.
Die Ehrung wurde von Carola Schulz, der Präsidentin des Kreissportbundes, und Landrat Patrick Puhlmann vorgenommen.
Der KFV Fußball Altmark-Ost gratuliert Dirk Grempler ganz herzlich und hofft, dass er dem Sport noch lange erhalten bleibt.
Bildquelle: KFV
